Improtheater ausprobieren — auch wenn du dir noch nicht sicher bist

Wenn du das hier liest, läuft in deinem Kopf vielleicht gerade ein innerer Monolog wie: „Improtheater? Ich? Vor anderen Menschen? Auf einer Bühne? Nein. Auf keinen Fall. Niemals."

Und genau deshalb solltest du kommen.


Was die meisten über Improtheater falsch denken

Es gibt einen hartnäckigen Mythos über Improvisationstheater: dass es etwas für extrovertierte, laute, immer-einen-Witz-auf-den-Lippen-Menschen ist. Für die, die in jeder Runde als erstes reden, die Karaoke lieben und auf Partys Fremde umarmen.

Das stimmt schlicht nicht.

Die lustigsten, überraschendsten und berührendsten Momente im Improtheater entstehen meistens durch die stillen Menschen im Raum. Durch die, die zuhören, beobachten und dann — wenn der Moment da ist — etwas sagen, das alle zum Lachen bringt. Oder zum Nachdenken. Oder beides gleichzeitig.

Schüchternheit ist im Impro oft eine Stärke — auch wenn sich das im Moment vielleicht nicht so anfühlt.


Was dich wirklich erwartet

Keine Bühne. Kein Scheinwerfer. Kein Publikum beim ersten Mal.

Ein Improkurs beginnt mit Aufwärmübungen, die so aussehen, als würden Erwachsene vergessen, dass sie Erwachsene sind — und das ist genau der Punkt. Du wirst Dinge tun wie einen imaginären Ball durch den Raum werfen, einen Satz mit dem letzten Wort der anderen weiterspinnen, oder einfach durch den Raum gehen und dabei so tun, als wärst du ein Pinguin auf Glatteis.

Niemand bewertet dich. Niemand erwartet, dass du witzig bist. Und falls doch mal etwas schief geht? Perfekt — das ist Impro. Scheitern ist ausdrücklich erlaubt, ja sogar erwünscht. Der Grundsatz lautet: „Yes, and" — also: annehmen, was kommt, und weiterspielen.

Und dann passiert manchmal so etwas: Zwei Leute spielen eine völlig normale Szene — Arztpraxis, Wartezimmer, nichts Besonderes. Einer sagt einen Satz, den er selbst nicht erwartet hat. Die Szene kippt. Alle lachen — auch die Spielenden selbst. Und genau das ist der Moment, für den Menschen wiederkommen.


Warum stille Menschen im Impro oft überraschen

Viele, die anfangs unsicher zum ersten Kursabend kommen, sagen danach: „Ich hätte nie gedacht, dass ich das kann."

Nicht weil sie plötzlich zum Comedian wurden. Sondern weil sie gemerkt haben, dass es gar nicht darum geht, perfekt zu sein. Im Impro wird man nicht für den besten Witz belohnt — sondern dafür, dass man zuhört, reagiert und ehrlich spielt.

Wer nicht sofort redet, nimmt mehr wahr. Wer mehr wahrnimmt, antwortet mit etwas, das sitzt. Das ist nichts, was man erst lernen muss. Viele bringen es bereits mit.


Der erste Schritt ist der schwerste — danach wird's leichter

Ja, es fühlt sich komisch an, das erste Mal in einen Raum voller Fremder zu kommen und einfach loszuspielen. Das lässt sich nicht schönreden. Aber dieser komische Moment dauert etwa zehn Minuten. Danach bist du mitten drin — und fragst dich, warum du so lange gewartet hast.

Improtheater ist kein Selbstoptimierungskurs. Niemand wird dein Lampenfieber wegtrainieren oder dir beibringen, ein anderer Mensch zu sein. Aber viele berichten, dass sie nach einigen Kursabenden merkwürdig selbstsicher durch ihren Alltag gehen. In Meetings. Bei Dates. In Situationen, in denen sonst die Stimme weggeblieben wäre.

Du musst nicht extrovertiert werden. Du musst nur einmal kommen.


Also: Warum gerade du?

Weil du nachdenklich bist. Weil du zuhörst. Weil du nicht sofort alles übertönst. Und weil genau das im Improtheater Gold wert ist.

Der Schnupperkurs bei SPONTAN THEATER dauert 90 Minuten, kostet 29 Euro, und du musst absolut gar nichts mitbringen außer dir selbst — und vielleicht bequemen Schuhen.

Die Plätze sind bewusst klein gehalten. Die meisten kommen allein — und gehen nicht mehr.

Den Rest ergibt sich. Versprochen.


Nächster Schnupperkurs: 11 oder 13 April — Jetzt Platz sichern

Bis bald — Albert Schimmel

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